«Das ist keine Musik», sagt mein Vater beim Verlassen meines Zimmers. Ich stelle meine CD mit der neusten Elektrohouse-Musik ab, um entgegnen zu können: «Judiludidu». Das soll so viel heissen wie: Jaja, und mir gefällt deine Alpenmusik, zu der höchstens Kühe tanzen können, auch nicht. Jodelsound in einer Disco? Nein. Ausser man will, dass alle Jugendlichen schreiend davonrennen und nie mehr zurückkehren.
Wenigstens meine Mam ist auf meiner Seite. Als selbsternannte ehemalige Discokönigin ist es auch verständlich, dass sie einen moderneren Musikgeschmack hat als Paps. Meine CDs sind schon lange nicht mehr vor ihr sicher. Wenn wir im Auto eine CD von mir hören, kommt von ihr auch nicht der Spruch «Poor Daddy». Trotzdem ist mir die Vorstellung, dass meine Mam in einem glitzernden Hosenanzug in Saturday-Night-Fever-Pose in einer Disco abging, nicht ganz geheuer. Wenigstens hatte sie keine Afrofrisur und keinen Haar-Urwald unter den Achseln. Oder?
Allerdings sagt auch sie manchmal, dass die Musik von heute keine Melodie mehr hat. Dann bekommt sie von mir zu hören: «Lieber keine Melodie als die des unsäglichen Ententanzes, der zu deiner Zeit in war!» Quak!










