Ich renne wie ein Blitz, schneller als Lichtgeschwindigkeit. Laufe ich an einem Passanten vorbei, spürt er nur einen Luftwirbel. Noch ein paar Meter ... Ja! Ich habe mein wöchentliches Jogging geschafft. O. K., wie ein Blitz ist vielleicht übertrieben. Aber im Vergleich zum Anfang meiner Karriere als Joggerin ist es gar nicht so übertrieben. Da sah die Sache mit dem Joggen noch anders aus.
Eine Schnecke hätte mich wahrscheinlich abgehängt, und schon nach zehn Minuten hätte man mich problemlos als Tomate in das Gemüseregal eines Supermarktes stellen können, so rot, nein hyperrot war meine Gesichtsfarbe. Ich will nicht lügen. Richtig Spass macht mir Joggen immer noch nicht. Aber wenigstens denke ich nicht mehr bei jedem Schritt «Ich (Aua, mein Fuss!) – will (Seit wann ist der Wald so lang?) – sterben (Tod wegen Dehydration, super.)». Ich schnaufe während des Laufens immer noch wie ein Nilpferd mit Asthma. Immerhin habe ich am Ende meiner Tour nicht mehr das Gefühl, ich müsste zusammenbrechen.
Leider werde ich immer noch rot. Aber wenigstens lacht mich niemand mehr deswegen aus.– «Hallo,Nati-Tomati, warst du joggen?» So viel zu meiner Behauptung. Danke Mam. Wo ist mein Regal?










