Etwas ist bei Natalie Marrer anders als bei anderen Teenagern. Natalie schreibt, und zwar nicht nur Mails, MMS oder SMS. Mit 12 verfasste sie ihr erstes Buch. Jetzt ist Natalie 19 – und schreibt jede Woche eine Kolumne in der Coopzeitung. Für den Ausgang bleibt weinig Zeit. Ihrer amerikanischen Mutter, «Mam» genannt, ist das gerade recht.
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Rapunzel, Dornröschen und Schneewittchen haben die Emanzipationsbewegung der Frau nur knapp überlebt. Der einzige Grund, warum sie nicht tot sind, sind die kleinen Mädchen und erwachsenen Frauen, die von ihnen träumen und da-rauf hoffen, im nächsten Leben als Prinzessin das Licht dieser Welt zu erblicken.
Aber seien wir ehrlich: Im Jahr 2010 haben Prinzessinnen ausgedient. Warum? Weil fast niemand wirklich wie Rapunzel sein will. Ich hätte keine Lust, in einem Turm zu warten, bis mich ein Prinz rettet. Die jungen Frauen von heute haben nicht mehr so viel Geduld. Wäre Rapunzel eine selbstständige Frau des 21. Jahrhunderts, hätte sie sich die Haare abgeschnitten, zu einem Seil umfunktioniert und wäre selbst hinuntergeklettert. Es gibt ja Extensions (Haarverlängerungen).
Zugegeben, auch ich habe schon davon geträumt, von einem Prinzen gerettet zu werden. Dann habe ich gemerkt, dass ich es auch alleine schaffe. Wer braucht heutzutage noch einen Prinzen?










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