«Guck mal, Mami, eine Barbie!» Wir sind nicht in der Spielzeugabteilung, wir warten auf den Bus. Ein kleines Mädchen schaut mich mit grossen Kulleraugen an und zeigt mit dem Finger auf mich.
Wäre ich jünger, hätte ich mich aufgeregt. Seit dem Kindergarten wird mir Barbie nachgerufen, was ich früher als Beleidigung empfand. Es gab sogar eine Phase, in der ich lieber ein Junge gewesen wäre. Heute stehe ich zu meiner Vorliebe für Pink und sehe es eher als Kompliment, Barbie gerufen zu werden. Diese ist zwar alt, sieht aber immer noch top aus. Es ist ihr egal, was andere über sie sagen: Sie trägt in jeder Jahreszeit Mini und steht nach wie vor auf Rosa. Ihren Freund Ken hat sie unter Kontrolle und ist nicht auf ihn angewiesen. Sie ist selbstständig und war unter anderem schon Tierärztin, Popstar und Offizierin. Dank ihrem Charme verkauft sie sich unglaublich gut.
Um ehrlich zu sein, könnte ich mir wohl ein Scheibchen von Barbie abschneiden.
Nur Ken müsste sich dringend nicht fleischfarbene Unterhosen besorgen!










